• Es hat uns sehr gefreut...auf zu neuen Ufern!

    Liebe Leute, lieber Pepi, lieber Stickler!

    Wie die EURO 2008, sagt auch europhobie2008.blog.de langsam adé. Der Abschied stimmt uns traurig, doch sind wir mit unserer Arbeit sehr zufrieden. Starteten wir im November 2008 mit knapp 190 Lesern, fanden sich im letzten Monat unglaubliche 2000 Leser auf unserem Blog ein - für ein privates Weblog ohne finanziellen Hintergrund eine durchaus respektable Zahl. Nicht zuletzt deswegen haben wir beschlossen, unsere Arbeit weiterzuführen. Die Redakteure bleiben dieselben - Jackoby, Hofa und meine Wenigkeit - doch am Drumherum ändert sich so einiges.

    Wir haben bei Wordpress ein neues Blog eröffnet, das ihr unter chancentod.wordpress.com einsehen könnt. Bei Chancentod warten einige Neuerungen auf euch: Neben dem übersichtlicheren Layout und dem schöneren Design hält unser neues Blog auch den Link zu unserem neuen Tipp-Spiel bereit, bei dem ihr euer Wissen zur österreichischen Bundesliga beweisen könnt. Außerdem: Chancentod ist werbefrei!

    Unser Themenspektrum wurde auch um einiges erweitert. Zukünftig werden wir in drei Ressorts (Nationalteam, Bundesliga, International) publizieren - und das in gewohnter Qualität.

    Wir würden uns freuen, dürften wir alle von euch wieder bei Chancentod begrüßen. Schaut vorbei!

    Euer

    Europhobie-Team

  • Ein Franzose für Österreich?

    Die Suche nach einem Nachfolger für Josef Hickersberger ist voll im Gange, und schön langsam sickern aus den Kreisen der Verantwortlichen beim ÖFB erste Namen durch. Aktuell berichtet laola1.at laut eigenen Informationen über ein mögliches Interesse des ÖFB am Franzosen Gerald Houllier.

    Ein Trainer von Weltklasseformat, der dem österreichischen Team den nötigen Professionalismus und eine taktische Spielweise, die international standhaft ist, einhauchen könnte. Houllier holte drei Meisterschaften, einen Pokalsieg sowie je einmal den UEFA-Cup und den Europäischen Supercup.

    Auch wenn der Franzose kein Wort Deutsch spricht, wäre er für unser Team der gewünschte Mann mit internationaler Erfahrung - mögen die Fußballgötter dies auch in die Ohren von Stickler und Co. flüstern...

  • Der Ösi und sein Piefke-Komplex

    Wir sind Türkei! Wer hätte gedacht, dass wir Österreicher einmal mit unseren liebsten Immigranten sympathisieren. Doch wenn es darum geht, dass unser Lieblingsnachbar das Euro-Turnier vorzeitig - sprich: vor dem Finale in Wien - beendet, springt auch der geneigte Krone-Leser über seinen Schatten.

    Ob Türkei, Rußland oder Spanien: Ich bin mir sicher, dass den meisten Ösis jedes dieser Teams als Europameister lieber ist als Deutschland. Zur grundsätzlichen Abneigung des kraftvollen, selbstbewussten deutschen Stils kommt in diesen Tagen erschwerend hinzu, dass es für so manchem eine grausliche Vorstellung ist, dass Ballack, Schweini und Poldi in Wien triumphieren.

    Diese Angst ist wohl Ausdruck des österreichischen "Piefke-Komplexes". Der Österreicher ist - laienhaft diagnostiziert - ein eher unsicherer Mensch, der sich gerne am Scheitern anderer erfreut. Am liebsten sieht er die Deutschen stolpern. Spiele wie jene des FC Bayern gegen Manchester United im Champions-League-Finale von 1999 (zur Erinnerung: Tore von Sheringham und Solskjaer in der Nachspielzeit), von Deutschland gegen Italien im Halbfinale der WM 2006 (Grosso und del Piero trafen in der 119. und 121. Minute) oder das Meistercupfinale 1987 in Wien (ein Ferserltor von Madjer ließ Porto gegen Bayern 2:1 triumphieren) sind besonders schön.

    Auf ein solches Spiel warten wir auch diesmal. Ob heute gegen die Türken oder (vielleicht sogar noch besser) am Sonntag gegen Rußland/Spanien - Hauptsache, die "Piefke" fliegen raus. Schon gegen Portugal im Viertelfinale war mit einem Scheitern zu rechnen, doch eine typisch germanische Leistungsexplosion zur richtigen Zeit ließ die Selecao ziemlich alt aussehen.

    Daher: Wir sind Türkei! Jubelbilder vom Wiener Naschmarkt oder vom Grazer Griesplatz wollen wir sehen. Auch wenn die Vorzeichen alles andere als günstig sind (Verletzungen und Sperren en masse bei den Türken, wiedergewonnens Selbstvertrauen bei den Deutschen): Die Hoffnung lebt. Für mindestens 90 Minuten schafft der Fußball das, was auch die ambitionierteste Integrationspolitik nicht vermag: die Mauern zwischen Parallelgesellschaften abzubauen.

  • "Hicke soll bleiben!"

    Scheinbar gibt es in Österreich Menschen die so über den unerwarteten Abgang unseres Teamchefs enttäuscht sind, dass sie ihn mittels Petition zum Bleiben überreden wollen...

    "Unser Teamchef Josef Hickersberger ist heute zurückgetreten: ORF.at berichtet hier. Er hat das österreichische Nationalteam mit NICHTS übernommen und es zu dem gebracht, was es heute ist. Ein vorzeitiges Aus bei der EM bedeutet NICHT, das unser Team schlecht ist, schließlich hat sich das Österreichische Nationalteam wacker geschlagen.

    Hicke, wir wollen, dass du bleibst. Du hast das Team zu dem gemacht, was es heute ist und NUR DU kannst NOCH MEHR aus dem Team herausholen. GEH NICHT!"

  • Land der Gentlemen

    Es scheint, als hätten sich Kritiker des Josef H. im Ganzen Lande versteckt gehalten, in irgend einem geheimen Winkel. Womöglich, um die gute Vorbereitung auf die EURO nicht zu stören und das gute Klima in der Mannschaft nicht zu dämfen.

    Das braucht man nun nicht mehr, und schon kriechen sie alle hinter ihren Öfen hervor, die lieben Kritiker. Angefangen hat Franz Wohlfahrt, jetzt ziehen Ali Hörtnagl, Peter Svetits und Walter Hörmann nach...

    ...und haben mit ihrer Kritik so was von Recht, dass man sich echt nur fragen konnte: Warum haben die die letzten Jahre alle das Maul gehalten??? PS: Noch geiler wäre die Kritik gewesen, wenn dieser sinnlose Herr Svetits, auf den auch nur ein Frank Stronach zwei Mal reinfallen kann, seinen Senf in der Tube behalten hätte!

    Hier ein Auszug der besten Sager:
    "Ein Ivanschitz hätte nie spielen dürfen. Österreichs Team hat weder die richtige Mischung, noch die richtige Taktik gefunden." "Stickler ist ein netter Herr – aber Fußball-Fachkompetenz hat er keine."

  • Aus. Schluss. Vorbei. Hicke hört auf!

    Es scheint so, als würde "Hicke" doch des Öfteren auf europhobie.blog.de vorbeischauen, denn immerhin wurden unsere Gebete erhört: Wie Hickersberger gegenüber dem "Standard" bekannt gab, wird er bei der WM-Qualifikation unseres Teams für die Weltweisterschaft in Südafrika definitiv NICHT auf der Bank sitzen. Er wolle kein Tanzbär mehr sein, er brauche eine Auszeit und das Kapitel sei geschlossen. Bleibt nur mehr zu sagen: Es war nicht schön, es hat uns nicht gefreut. Arrividerci, Hicke!

    http://www.laola1.at/135+M5c9026e93b7.html

  • Horrorbilanz = Abschied?

    Sechs Tage ist es her: "Ballack scheisst Deutschland ins Viertelfinale", und Österreich scheidet sang- und klanglos in der Gruppenphase der Euro 2008 aus. Die magere Ausbeute: ein Tor, ein Punkt. Nur wenige Tage später lautet die Rechnung der ÖFB-Landespräsidenten: 1 + 1 = Hickersberger, quod erat demonstrandum. Die Tendenz geht klar in Richtung Vertragsverlängerung des 60jährigen Amstetteners - Grund genug, um eine kurze Bilanz seines bisherigen Wirkens zu ziehen.

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                  Auch der Chelsea-Star hat Körperfunktionen

    Sein Teamchef-Comeback gibt Hickersberger am 1. März 2006 beim 0:2 gegen Kanada. Die Bilanz seit dieser ominösen Partie ist verheerend: 13 Niederlagen und neun Unentschieden stehen ganze fünf Siege gegenüber, darunter die Spiele gegen Liechtenstein (1:2, auswärts) und Malta (5:1, heim). Das Torverhältnis ist ähnlich katastrophal: 29 Mal traf das ÖFB-Team ins Schwarze, 39 Mal klingelte es im eigenen Kasten.

    Beim Amtsantritt Josef Hickersbergers stand das heimische Team auf Fifa-Weltranglistenplatz 70, fand man sich knapp vor der Euro auf Platz 102 wieder. Sicher war das Faktum, keine Bewerbsspiele austragen zu dürfen, der Platzierung nicht unbedingt zuträglich. Wie eklatant schlecht das ÖFB-Team aber spielte, verdeutlicht der Umstand, dass Co-Gastgeber Schweiz im selben Zeitraum nur um 13 Plätze zurückfiel (von Platz 35 auf Platz 48).

    In Anbetracht der nackten Zahlen, der versprochenen aber schmerzlich vermissten Weiterentwicklung des Teams und dem schwachen Abschneiden bei der Heim-Euro, fällt es schwer zu glauben, dass ein Verbleib Hickersbergers tatsächlich noch im Raum steht. Und dass er reif für den Abschied ist, gibt "Hicke" auch selbst zu: "Ich weiß nicht, ob es überhaupt eine Berechtigung gibt, dass ich Teamchef bleiben soll", meint der Ex-Meistertrainer von Rapid. Und: "Wenn ein anderer Teamchef werden soll, bin ich der glücklichste Mensch. Ich wäre erleichtert, sollte der ÖFB sagen, jemand anderer soll den Job machen. Ich habe mein Bestes gegeben, es war nicht genug, okay".

    Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Rechenergebnis der Verantwortlichen ändert. Richtig müsste es nämlich heißen: 1 + 1 = Tschüss, Hicke!

  • Keine Zukunft für und mit Hickersberger

    Zielvereinbarungen, Evaluierungen, Anpassungen: Im Wirtschaftsleben ist dieser Kreislauf Alltag. Gerade für Inhaber verantwortungsvoller Posten heißt es oft: Ziele nicht erreicht? Es war sehr schön mit Ihnen, aber: Auf Wiedersehen!

    Für den Posten des österreichischen Fußball-Teamchefs gilt dies anscheinend nicht. Als Josef Hickersberger vor über zwei Jahren ins Amt bestellt wurde, gab es hinsichtlich der Euro 2008 eine klare Zielformulierung: das Viertelfinale. Das es damit nichts werden würde, war den Fans bereits nach den ersten Spielen (zur Erinnerung: 0:2 gegen Kanada, 1:4 gegen Kroatien, 1:2 gegen Ungarn, 2:2 gegen Costa Rica, 0:1 gegen Venezuela, 2:1 gegen Liechtenstein) klar. 

    Auch wenn es nicht so schlimm gekommen ist, wie noch im Vorjahr zu befürchten war: Das Ziel Viertelfinale wurde deutlich verfehlt. Ein Punkt gegen Kroatien, drei Punkte gegen Polen: So lautete der Fahrplan des ÖFB-Teams. Ein mickriger Punkt stand am Ende auf der Habenseite. Eine objektive Evaluierung würde zum eindeutigen Ergebnis kommen, dass der Teamchef seine Ziele allesamt verfehlt hat und es somit reif ist für einen Wechsel an der Spitze.

    Nicht so im ÖFB. Hier ist man merklich froh, dass Hickersberger weiter machen will. Man schwafelt etwas von einer "Mannschaft mit Zukunft", von "spielerischen Steigerungen", vom "knappen Scheitern bei der Euro". Und rechtfertigt so, dass Hickersberger auch bei den Spielen der WM-Quali auf der Bank sitzen wird.

    Um in der Businesssprache zu bleiben: Es war bei Hickersberger keine konsequent durchgezogene Strategie auszumachen. "Die Jungen forcieren" ist zwar löblich, doch zum einen wurden für die Euro wieder die Alten (Vastic, Hiden, Standfest) einberufen, zum anderen gab es bei fast jedem Spiel eine neue Ausstellung, ja oft auch ein neues Spielsystem. Der junge Hoffnungsträger Erwin Hoffer wurde gegen Deutschland ins kalte Wasser geworfen, ohne vorher auch nur eine Euro-Minute gespielt zu haben. Das Festhalten an Roman Kienast generell und an Andreas Ivanschitz trotz schwacher Leistungen bei der Euro sind kaum nachvollziehbar.

    Während die Schweiz nun von Ottmar Hitzfeld trainiert wird, die Tschechen vielleicht von Matthias Sammer und die Polen von Leo Beenhakker, heißt es beim ÖFB weiterhin: Kein Geld für einen ausländischen Spitzentrainer. Schwer zu glauben bei Sponsoren wie Raiffeisen und McDonalds. So wird man bei uns halt weiterwurschteln mit einem Trainer, der für alle Beteiligten die bequemste Lösung scheint.

  • Gefahrenzone Kirchengasse 35

    Etwas zu weit ging ein bis dato unbekannter Fan in der "Schicki-Micki-Pseudo-Fanzone" Burgtheater, als dieser Teamchef Josef Hickersberger als "Vollidiot" bezeichnete, aus dem Bild verschwand um kurz darauf in die nächste Stellungnahme hineinzuplatzen, um seine verbalen Ausraster fortzusetzen. "Junge, trau di net in die Kirchengasse 35, du beschissenes Orschloch", meint der unbekannte "VIP".

    Laut Informationen von sportnet.at beschäftigt sich die Rechtsabteilung des ÖFB bereits mit den Aussagen...

  • Danke, Franz Wohlfahrt!

    Es ist soweit: Endlich spricht einer das aus, was sich unverständlicherweise keiner auszusprechen getraut hat!

    "Wir sind eine Larifari-Truppe...und haben mit Friedrich Stickler einen Präsidenten, der keine Ahnung vom Fußball hat."

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